Erholung und Natur pur

Das Erzgebirge erleben

Der Landgasthof Wolfsgrund liegt an einem ausgeprägten Wegenetz und ist somit idealer Ausgangspunkt für interessante Ausflüge.

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Erholung und Natur pur

Ausflugsziele in der Umgebung

Der Landgasthof Wolfsgrund liegt an einem ausgeprägten Wegenetz und ist somit idealer Ausgangspunkt aber auch Anlaufziel für viele Wanderer. Dank seiner ruhigen Lage sowie schönen Aussicht über das Wolfsgrunder Tal erweckt er bei seinen Besuchern ein Gefühl der Harmonie und Geborgenheit. Man könnte fast meinen, dass dieses idyllische Örtchen vom Weltgeschehen unberührt bliebe und die Zeit für einen Moment hier still steht. Im Volksmund wird Wolfsgrund von den Anwohnern der umliegenden Gemeinden auch liebevoll als „Herzensgrund“ bezeichnet. Ein Anreiz für einen Besuch bietet sich vor allem während der Zeit der Kirschblüte an, dann ist der Wolfsgrunder Weg von einer weisen Blütenpracht umgeben.

Aber auch im Herbst und im Winter lassen sich schöne Wanderungen in und um Wolfsgrund durchführen. Schöne Skigebiete mit gespurten Loipen befinden sich unmittelbar im Nachbarort Voigtsdorf (6,1 km) sowie am Mühlholzweg der Bergstadt Sayda (10,9 km) und in Holzhau (17,7 km). Nachstehend werden hier einige der touristischen Besonderheiten in der näheren Umgebung um Wolfsgrund vorgestellt.

Eisenhammer Dorfchemnitz Eisenhammer Dorfchemnitz

Eisenhammer Dorfchemnitz (2,2 km)

Der Eisenhammer Dorfchemnitz ist ein historisches Hammerwerk. Die Anlage stellt einen bedeutenden Sachzeugen der protoindustriellen Entwicklung im Erzgebirge dar. Der Eisenhammer Dorfchemnitz befindet sich im Tal des Chemnitzbaches, dessen Wasserkraft in den vergangenen Jahrhunderten mehrere Hammerwerke und Mühlen nutzten. 1567 erteilte Kurfürst August von Sachsen dem Dresdner Bürgermeister Hans Hase die Konzession zur Errichtung und zum Betrieb des Eisenhammers und einer  dazugehörigen Eisenerzgrube.

Verhüttet wurde vorrangig Magnetit, der im nahe gelegenen Wolfsgrund abgebaut wurde. Mit den gewonnenen Erzen produzierte das Dorfchemnitzer Hammerwerk vorrangig Gezähe, d. h. verschiedene Werkzeuge und Arbeitsgeräte für die zahlreichen Bergwerke im Raum um Freiberg und Brand-Erbisdorf.

1786 umfasste die Anlage neben dem Eisenhammer auch eine Brettmühle und eine Hammerschenke. Wegen Erschöpfung der im Wolfsgrund geförderten Eisenerze wurde der ehemalige Hochofen 1844 zu einem Schmiedeofen umgebaut.

Nachdem die Erzförderung in Freiberg wegen des Niedergangs der Weltmarktpreise zwischen 1903 und 1913 planmäßig eingestellt wurde, erfolgte eine erneute Produktionsumstellung auf Maschinenteile wie Kurbelwellen, Pumpenhebel, Stahlkugeln für Kugelmühlen und Waagebalken. Allerdings machte sich in zunehmenden  Maße die Konkurrenz moderner Dampfhämmer und  die abseitige Lage des Hammers bemerkbar.

Im Zuge der Weltwirtschaftskrise stellte das Hammerwerk  1931 seinen Betrieb ein. Von den  ehemals  zahlreichen Hammerwerken blieben in Sachsen neben dem Eisenhammer Dorfchemnitz nur drei weitere Anlagen, der Frohnauer Hammer, der Kupferhammer Grünthal und das Freibergsdorfer Hammerwerk in Freibergsdorf funktionsfähig erhalten. Die am Chemnitzbach gelegene Anlage ist seit 1969 ein technisches Museum, welches neben dem eigentlichen Hammerwerk auch eine Heimatstube umfasst.

Nähere Informationen unter: www.eisenhammer-dorfchemnitz.de

Walderlebnishütte in Dorfchemnitz Walderlebnishütte in Dorfchemnitz

Walderlebnishütte in Dorfchemnitz „OT Blockhausen“ (2,9 km)

Vater dieser hier einzigartigen touristischen Attraktion ist der Revierförster Andreas Martin. Angefangen hatte seine Idee mit einem Rundholzbau-Lehrgang in Bad Segeberg im Jahr 1995. Im darauf folgenden Jahr wurde auf abenteuerlicher Weise die erste Blockhaus-Hütte errichtet. Vorgefertigt hinter seinem Wohnhaus wurde zeitgleich ein geeigneter Standort im Wald gesucht. 1999 wurde der passende Platz im Wald gefunden.

Nach einer Woche Abbau und zwei Wochen Wiederaufbau stand das "forstliche Funktionsgebäude" an einer Weggabelung des jetzigen Mordstein- und Waldhüttenweges. Eigentlich wollte Herr Martin dort Material für die Waldbewirtschaftung und Heu für seine Rinder einlagern, aber dazu kam es nicht. Die Waldbesucher waren der Meinung, dass die Blockhütte für die Allgemeinheit nutzbar gemacht werden sollte und als Waldscheune viel zu schade sei.

Die Idee, forstliche Wanderungen mit der Hütte als Ziel anzubieten, war die Geburtsstunde für das neue Nutzungskonzept. Als 2001 die Sendung des MDR "Unterwegs in Sachsen" den Sauensäger und die Hütte besuchte, wurde das neue Konzept erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nach erfolgreichem Abschluss eines Vorhaben- und Erschließungsplanes stand nach drei Jahren dem zielgerichteten Ausbau zum Walderlebniszentrum nichts mehr im Wege. Mittlerweile finden alljährlich zu Pfingsten die Weltmeisterschaften im Kettensägenschnitzen statt. Kettensägekünstler aus der ganzen Welt treffen sich hier um Ihr Können unter Beweis zu stellen. Mittlerweile kann man über 100 mit der Kettensäge aus Eichenholz geschnitzte Skulpturen an der Hütte und im umliegenden Wald besichtigen. Zusätzlich bietet Herr Martin seinen Gästen geführte Walderlebnis- Wanderungen an, es können Schulungskurse im Kettensägenschnitzen gebucht werden aber auch Veranstaltungen mit Schausägen finden hier statt.

Weitere Informationen erfahren Sie auf der Internetseite: www.blockhausen.de

Erlebnisbad Mulda

Erlebnisbad Mulda (7,6 km)

Im Nachbarort Mulda befindet sich in ruhiger Lage ein sehr schönes, solarbeheiztes Freibad. Für Badespaß der ganzen Familie ist hier gesorgt.

Die großzügige Badelandschaft bietet seinen Gästen folgende Leistungen: Erlebnisteil mit Strömungskanal, Massagedüsen, Nackenduschen und eine Breitrutsche; eine 80 m lange Riesenrutsche; Schwimm- und Sprungbecken; Erlebnis- und Planschbecken für kleine Gäste; Kinderspielplätze; Volleyballplätze; Tischtennis-Platten; großräumige Liegewiesen und Terrassen. Als neue Attraktionen wurden ein großes Trampolin sowie eine Kletterwand errichtet.

Weitere Informationen erfahren Sie auf der Internetseite: www.erlebnisbad-mulda.de

Mittelmühle Friedebach (8,1 km)

Die Mittelmühle Friedebach ist eine ehemalige Getreide- und Ölmühle. Um die im Erzgebirge bekannte Herstellung des Leinöls hautnah zu erleben, empfiehlt sich ein Besuch in der „Kaltofenmühle“ in Friedebach. Bereits 1850 wurde in dieser Mühle Leinöl produziert. Zu sehen sind beispielsweise eine Leinmehl- und Getreidestampf- Anlage sowie eine Ölkeilstempelpresse. Die Mühle wurde 1996 wieder aufgebaut und 1997 zum Deutschen Mühlentag neu eingeweiht. Das Museum zeigt unter anderem die Mühlentechnik um 1850, einen Leinschrotofen, eine Stempelpresse sowie ein großes Wasserrad.

Nähere Informationen erhalten Sie bei: Herrn Wilfried Kaltofen, Freiberger Straße 55, 09619 Sayda / OT Friedebach, Telefon: 037365 - 1352

Erzgebirgisches Heimatmuseum

Erzgebirgisches Heimatmuseum Sayda "Hospital zu St. Johannes" (10,5 km)

Das Gebäude, in dem sich das Museum seit 1993 befindet, wurde im Jahr 1508 errichtet und gehört damit zu den ältesten noch erhaltenen Gebäuden der Stadt. Das Hospital wurde 1476 von Bernhard von Schönberg mit einer größeren Summe aus seinem Nachlass gestiftet. In seinen Mauern fanden bis 1945 kranke, arme und hilfsbedürftige Menschen Unterkunft und Verpflegung.

Nach 1945 wurde es als Wohnhaus genutzt, doch ab 1980 war ein wohnen nicht mehr möglich. Seit 1993 ist im "Hospital zu St. Johannis", im Volksmund "Spittel" genannt, ein Heimatmuseum untergebracht, das über die Art und Lebensweise unserer Vorfahren im Erzgebirge erzählt. Man kann nahezu 5000 Gegenstände betrachten  und  anfassen.  Die  Ältesten  stammen  aus  dem  13.  Jahrhundert  und weisen die Entwicklung der Stadt Sayda nach. In den zur Verfügung stehenden 17 Räumlichkeiten wird vor allem die Arbeits- und Lebensweise der Menschen im Erzgebirge dokumentiert. Ein Besuch im "Spittel" sollte bei keinem Besuch der Bergstadt Sayda versäumt werden.

Weitere Informationen erfahren Sie auf der Internetseite: www.sayda.eu/tourismus/museen-und-denkmaeler

Snowland Walther

Snowland Walther in Sayda (10,9 km)

Die Firma Snowland Walther steht in Sachsen und ganz Deutschland für die technische Ausrüstung von Skigebieten. 1990 wurde die Firma von Herrn Karl-Heinz Walther gegründet. Dieser hatte sich schon zu DDR-Zeiten mit einer Kleinserienfertigung von Loipenspurgeräten beschäftigt. Sayda entwickelte sich in den letzten Jahren immer mehr zur Topadresse hiesiger Snowmobile-Fans. Durch den Ausbau der eigenen Snowcross-Rennstrecke konnten internationale Wettkämpfe nach Sachsen geholt werden. Zusätzlich bietet die Firma Snowland Walther geführte Touren sowie einen Verleih von Snowmobilen an.

Weitere Informationen erfahren Sie auf der Internetseite: www.snowland-walther.de

Nussknackermuseum

Nussknackermuseum Neuhausen (16,3 km)

1967 entdeckte der Maschinenbauer Jürgen Löschner aus Neuhausen sein Interesse an allen Arten von Nussknackern aus aller Welt. Damit legte er den Grundstein für das heute weltbekannte "Erste Nussknackermuseum Europas". Was einst im Wohnzimmer begann, beherbergt heute auf einer Fläche von 400 m² eine Sammlung von über 5000 Nussknackern. Besonders stolz ist das Nussknackermuseum auf seine vier Guinnessbuch-Weltrekorde. Der größte Nussknacker ist zugleich eines der Wahrzeichen von Neuhausen.

Weitere Informationen erfahren Sie auf der Internetseite: www.nussknackermuseum-neuhausen.de

Talsperre Rauschenbach (20,2 km)

Die Talsperre Rauschenbach wurde 1960–1968 im oberen Flöhatal nahe Cämmerswalde zur Trinkwasserversorgung gebaut. Das Wasser wird über die Revierwasserlaufanstalt Freiberg in das Talsperrensystem Mittleres Erzgebirge geleitet; durch weitere Überleitungen gelangt es bis nach Chemnitz, Dresden und Freiberg. Die Staufläche beträgt insgesamt 114,58 ha, davon entfallen 99,43 ha auf die deutsche und 15,15 ha auf die tschechische Seite. Die gestauten Gewässer sind Flöha, Rauschenbach und Wernsbach. Über die Staumauer führt ein begehbarer Weg, welcher sich an ein sehr schönes Wandergebiet in Cämmerswalde anschließt.

Spielzeugdorf Seiffen (20,3 km)

Seiffen ist ein staatlich anerkannter Erholungsort. Das Spielzeugdorf ist wegen seiner traditionellen Holzkunstherstellung, seiner barocken Rundkirche und der bergbaulichen Vergangenheit international bekannt geworden. 1324 wurde der Ort erstmalig urkundlich als "cynsifen" erwähnt. Bereits im 15. Jahrhundert wurde Zinn im Seiffener Gebiet abgebaut. Um 1650 gab es in Seiffen die ersten Holzdrechsler und um 1750 erfolgte der Beginn der Spielwarenherstellung. Seiffen hat sich mittlerweile zu einem Besuchermagnet für die gesamte Erzgebirgsregion entwickelt. Es gibt eine Vielzahl von Holzmanufakturen, Schauwerkstätten, ein Spielzeigmuseum, ein Freilichtmuseum sowie eine Sommerrodelbahn.

Weitere Informationen erfahren Sie auf der Internetseite: www.seiffen.de

Talsperre Lichtenberg (21,1 km)

Die Talsperre Lichtenberg ist eine große Talsperre und befindet sich in der Nähe von Lichtenberg. Sie dient der Trinkwasserversorgung, dem Hochwasserschutz, der Niedrigwasseraufhöhung und der Stromerzeugung. Der Staudamm der Talsperre Lichtenberg wurde 1966 bis 1975 erbaut. Die Inbetriebnahme erfolgte 1975. Im Stausee befindet sich ein Turm, der zur Entnahme des Wassers und als Hochwasserentlastung genutzt wird. Das gestaute Gewässer ist die Gimmlitz. Die Dammkrone ist öffentlich begehbar und es gibt einen schönen Rundwanderweg um den Stausee.

Burgruine Frauenstein Silbermannmuseum

Burgruine Frauenstein und Silbermannmuseum (22,9 km)

Die Ruine der Burg Frauenstein befindet sich auf einem 680 Meter hohen Granitfelsen auf dem Kamm des Osterzgebirges bei der Stadt Frauenstein. Die im Jahr 1272 erstmals urkundlich genannte Höhenburg wurde um 1200 als Grenzfestung zwischen der Mark Meißen und Böhmen erbaut. Sie diente dem Schutz der Handelsstraßen und des Silberbergbaus. Die ursprüngliche Kernburg war lediglich 30 x 15 m groß und beinhaltete einen Wohnturm. In der folgenden Zeit entstand ein zweiter Wohnturm. Dieser wurde mit dem schon bestehenden Turm verbunden. Im ausgehenden 13. Jahrhundert wurde der Palast mit Kapelle erbaut. Die Errichtung der großen Ringmauer erfolgte in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. 1438 zerstörten die Wettiner bei einer Belagerung die Burg erheblich. Das Adelsgeschlecht derer von Schönberg erhielt die Burg 1473. In den Jahren 1585 bis 1588 wurde ein Schloss nach Plänen des kurfürstlichen Baumeisters Hans Irmisch errichten. Seit der Fertigstellung des Schlosses blieb die Burg unbewohnt. Allerdings kam es 1615 zu einer Erneuerung der Burgkapelle. Der letzte Schönberg auf Frauenstein verkaufte 1647 seinen Besitz an den Kurfürsten Johann Georg I.. Das Schloss wurde erst zum Gerichtsamt und später zum Forstrentamt und Amtsgericht umfunktioniert. Ein Brand vernichtete 1728 einen Großteil der Stadt Frauenstein und zog sowohl die Burg als auch das Schloss stark in Mitleidenschaft. Da die Burg im Gegensatz zum Schloss keinem Nutzen unterlag, verzichtete man auf ihren Wiederaufbau. Erhalten geblieben sind bis heute der Wohnturm „Dicker Merten“ aus dem 13. Jahrhundert und die 1,50 m starke Ringmauer. Weitere erhaltene Räumlichkeiten sind Keller, Küche, Burgkapelle, Gefängnis, zwei Stuben und mehrere Gewölbe. Restaurierungsarbeiten an der Ruine fanden 1968, 1990 und ab 1992 statt. Das Gottfried-Silbermann-Museum befindet sich im Kreuzgewölbesaal des Schlosses, welches über Leben und Werk des berühmten Orgelbauers informiert.

Weitere Informationen erfahren Sie auf der Internetseite: www.frauenstein-erzgebirge.de

Wintersportgebiet Holzhau (17,7 km)

Holzhau ist seit 1994 ein Ortsteil der Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle im Osterzgebirge. Der Ort liegt im Naturpark Erzgebirge/Vogtland im Tal der Freiberger Mulde unweit der Grenze zu Tschechien. Die Steinkuppe 806 m im Südosten und der Drachenkopf 805 m im Nordosten sind die dritt- und vierthöchsten Erhebungen im Landkreis Mittelsachsen. Die durch den Ort fließende Mulde wurde bereits 1438 zum Flößen von Holz genutzt, das für den Bergbau in Freiberg und Umgebung dringend benötigt wurde. Der Haupterwerb der Siedler war die Forstwirtschaft und das Flößen. Bis in das letzte Drittel des 19. Jahrhunderts wurde das Holz hinunter nach Freiberg geflößt. Dazu waren unterwegs mehrere Teiche für Zwischenhalte und zum Hochwasserschutz angelegt worden, die heute teilweise noch vorhanden sind. Auf einen dieser Teiche ist auch der Name des Ortsteils Teichhaus zurückzuführen. Durch den Eisenbahnbau im 19. Jahrhundert kamen zahlreiche Sommerfrischler in den Ort. Richters Sommerfrische und Fischers Gasthaus, beide direkt am Wald gelegen, lockten zahlreiche Urlauber an. In den 1930er Jahren kamen durch die Bewegung "Kraft durch Freude" weitere Unterkunftshäuser hinzu und auch in der DDR-Zeit entstanden mehrere FDGB- und Betriebsferienheime in Holzhau. Straßengrenzübergange befinden sich in Neurehefeld und in Deutschgeorgenthal. Der Ort ist ferner Endpunkt des Muldental-Radwanderweges. Mehrere Grenzüberschreitende Wanderwege und Loipen sowie zwei Skilifte können heute touristisch genutzt werden.

Weitere Informationen erfahren Sie auf der Internetseite: www.holzhau.de

Universitäts- und Bergstadt Freiberg (22 km)

Freiberg ist eine Universitätsstadt, große Kreisstadt und Bergstadt. Sie ist Verwaltungssitz des am 1. August 2008 gebildeten Landkreises Mittelsachsen. Der gesamte historische Stadtkern steht unter Denkmalschutz und ist eine ausgewählte Stätte für die vorgesehene Kandidatur zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge. Die Stadt, deren Geschichte eng mit dem Bergbau verbunden ist, entstand um 1170. Im hohen Mittelalter war Freiberg die größte Stadt in der Mark Meißen und wichtiger Handelsstandort. Ihr Silberreichtum und die bedeutsame Münzstätte machten das Kurfürstentum Sachsen zu einem wohlhabenden Staatswesen. 1913 wurde der Silberbergbau eingestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1969 gab es wieder verstärkt Bergbauaktivitäten zur Blei-, Zink- und Zinngewinnung. 1765 wurde die Bergakademie gegründet, eine der weltweit ältesten bergbautechnischen Hochschulen. Freiberg verfügt über 1250 technische, kunstgeschichtliche und kulturelle Denkmäler verschiedener Art und Größe. Die historische Altstadt, umgeben von Resten der Stadtmauer, besteht aus einem unzerstörten Stadtkern mit unverändertem Grundriss aus dem 12./13. Jahrhundert. Ergänzt wird die Vielfalt durch zahlreiche geowissenschaftliche Sammlungen. Das Freiberger Theater wurde 1790 gegründet und gilt als ältestes in ursprünglicher Form erhaltenes und kontinuierlich von einem städtischen Theaterensemble bespieltes Stadttheater der Welt. Zu den bedeutendsten baulichen Sehenswürdigkeiten Freibergs zählt der Dom St. Marien, häufig als Freiberger Dom oder Dom zu Freiberg bezeichnet, eine spätgotische Hallenkirche 1484 bis 1501 am Untermarkt errichtet. An der Südseite des Domes befindet sich die markante Goldene Pforte. Im Inneren des Doms verdienen die Triumphkreuzgruppe, die freistehende steinerne Tulpenkanzel und die große Silbermann-Orgel Beachtung.

Weitere Informationen erfahren Sie auf der Internetseite: www.freiberg.de

Besucherbergwerk Fortuna Stollen Besucherbergwerk Fortuna Stollen

Besucherbergwerk „Fortuna Stollen“ in Deutschneudorf (25,6 km)

Das Bergwerk des Fortuna Stolln ist umhüllt von ungelösten Rätseln und Mysterien. Vor über 400 Jahren begann eine Geschichte welche bis heute nicht lückenlos aufgeklärt werden konnte. Wieso wurde es nach der Verfüllung geheim gehalten? Was bedeuten die verdeckten Transporte am Ende des 2. Weltkrieges? Nur dem Zufall ist es zu verdanken, dass trotz intensiver Suche mit Wissenschaftlern der TU Bergakademie Freiberg, der Eingang (Mundloch), überhaupt gefunden wurde. Die Gesamtgröße dieser "Morgenröthe Fundgrube" beträgt über 70 Hektar und bis heute sind gerade 20% der Strecken wieder geöffnet worden, der Rest liegt noch im Dunkeln. Die wenigsten Bergwerke wurden so massiv und vollständig verfüllt wie dieses. Es wurden bis heute etwa 4000m³ Material herausgeschafft (aufgebracht) und der Gewölbesaal mit über 800 Tonnen Bruchstein neu aufgebaut. Die Besucher finden ein Bergwerk vor, welches in seinen hintersten Winkeln noch völlig unerforscht ist. Oberhalb des Bergwerkes wurde eine Schachtkaue im altem Stil errichtet, von der aus man in den erleuchteten Fortunaschacht blicken kann. Direkt neben dem Huthaus können Besucher die denkmalgeschützte und restaurierte sowie funktionstüchtige Kolbendampfmaschine aus dem Jahre 1922 bestaunen. Des weiteren ist eine Mineralienausstellung zu sehen.

Weitere Informationen erfahren Sie auf der Internetseite: www.fortuna-bernstein.de